Am kommenden Mittwoch (9. Mai) ist es so weit. Die Bauzäune der Altstadt fallen und man kann erstmals durch die Gassen des wiederaufgebauten historischen Zentrums der Stadt Frankfurt flanieren. Für die Junge Union Frankfurt am Main ein Tag der Freude. „Es begann mit der Idee einiger weniger, wurde zu einer Bewegung vieler Idealisten und schlussendlich zu einem der bedeutendsten Bauprojekte der Frankfurter Nachkriegszeit“, schildert der Kreisvorsitzende der Jungen Union, Martin-Benedikt Schäfer den Prozess der Altstadtbebauung, der innerhalb der Jungen Union seinen Ursprung hat.

Mit einem gewissen Stolz werden die jungen Christdemokraten am Mittwoch erstmals in die „neue“ Altstadt gehen und sich einen Eindruck davon machen, wie ihre Idee umgesetzt wurde. „Wir wurden anfangs dafür belächelt, zum Teil sogar barsch kritisiert. Aber wir haben den Nerv der Frankfurter getroffen. Schon als wir Unterschriften für unsere Idee sammelten, bekamen wir viel Zustimmung aus der Bevölkerung“, skizziert Schäfer die Ereignisse vor rund 13 Jahren, an deren Ende nun die wiederaufgebaute Altstadt steht. „Heute möchten sich gerne viele Akteure mit den Federn schmücken, die es ohne die Junge Union gar nicht gäbe. Es ist schon ein besonderer Moment, dass dieses Projekt nun tatsächlich seinen Abschluss findet“, so der JU-Chef.

Für die Mitglieder der Jungen Union sei dieses Projekt, dieser Prozess auch ein gutes Beispiel dafür, wie sehr es sich lohnt für die eigene Sache zu kämpfen. „Nicht jede Idee wird sofort mit Wohlwollen aufgegriffen. Manchmal muss man lange und hartnäckig kämpfen, damit etwas umgesetzt wird, aber schlussendlich kann man viel erreichen, wenn man vereint auftritt“, erklärt Schäfer.

Die einst größte zusammenhängende Fachwerkaltstadt Europas wurde im zweiten Weltkrieg komplett zerstört. Nach Ende des Krieges und der nationalsozialistischen Schreckensherrschaft baute man auf dem einstigen Areal der Altstadt das technische Rathaus, das mehr Zweckbau, als architektonische Meisterleistung war. „Mit dem Verlust der Altstadt hatte Frankfurt seine Seele verloren. Diese jetzt wieder zu erhalten, ist ein Geschenk für alle Generationen“, freut sich Schäfer über die Altstadtbebauung. Dieser Wiederaufbau und der Einsatz dafür seien für die Junge Union auch mit christdemokratischen Grundsätzen zu erklären. „Wer seine Vergangenheit kennt, seine Traditionen schätzt und seine Geschichte bewahrt, kann auf einem festen Fundament die Zukunft gestalten. Dieses Projekt vereint all dies“, so Schäfer abschließend.

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